Qualität

Schriftdolmetscherinnen übertragen mehr als Worte: Sie kennen den fachlichen und kulturellen Hintergrund jedes Gesprächs und bereiten sich intensiv auf jeden Einsatz vor. Dabei richten sie sich gezielt nach den individuellen Bedürfnissen hörbeeinträchtigter Menschen.
Beim Dolmetschen erfassen sie die Zusammenhänge, reagieren flexibel auf unerwartete Situationen und übertragen nicht nur Inhalte, sondern auch sprachliche Nuancen und emotionale Stimmungen. Bei Dialekten, schnellen Sprecherwechseln oder Störgeräuschen bleiben sie präzise.
Sie wahren Neutralität, Vertraulichkeit und schützen die Daten sowie Persönlichkeitsrechte der Kund*innen und Anwesenden. Zudem verpflichten sie sich einer Berufs- und Ehrenordnung und bilden sich regelmäßig fort. Mit dieser Sorgfalt und Qualität übertreffen sie jede KI-basierte Spracherkennungs- oder Diktier-App.

Ablauf eines Einsatzes

Die Einsätze werden im Vorfeld beauftragt und sorgfältig organisiert. Die Schriftdolmetscher*innen klären die Wünsche der Kund*innen und Veranstalter*innen (>> Einsatzbereiche), die zeitlichen und örtlichen Rahmenbedingungen und bereiten die Inhalte sorgfältig vor. Während des Einsatzes übertragen sie das gesprochene Wort in Echtzeit in Schrift (>> Methoden und Techniken). Bei Bedarf und unter bestimmten Voraussetzungen erstellen sie im Nachgang eine redigierte Mitschrift.

Finanzierung und Kostenträger

Kostenträger übernehmen die Finanzierung der Einsätze oft ganz oder teilweise, da die Dolmetschung für Menschen mit Hörbeeinträchtigung eine unverzichtbare Kommunikationshilfe darstellt. Die rechtliche Grundlage dafür sind vor allem die Kommunikationshilfenverordnung (KHV), das Behindertengleichstellungsgesetz und das Sozialgesetzbuch.

Schriftdolmetscher*innen kennen die Regelungen ihres jeweiligen Bundeslandes und unterstützen Kund*innen beim Antrag auf Kostenübernahme.